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04.02.2019

Acht Tipps für ein erfolgreiches Mitarbeitergespräch

Manche haben es schon abgeschrieben - das Mitarbeitergespräch. Doch im Idealfall profitieren Arbeitgeber wie Beschäftigte davon. Diese Tipps helfen dabei, Gespräche erfolgreich zu gestalten.

Für Amelia Koczy, wissenschaftliche Expertin des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa), sind Mitarbeitergespräche gerade in digitalen Zeiten ein wichtiges Führungsinstrument. Sie böten Orientierung insbesondere dort, wo Beschäftigte ihre Arbeit eigenverantwortlich planen. Im Idealfall profitieren beide Seiten davon: Während der Vorgesetzte wünschenswerte Verhaltensänderungen einleiten kann, weiß der Beschäftigte, wo er steht und was von ihm erwartet wird. Dies führe zu einer höheren Zufriedenheit und Verbesserung des Betriebsklimas, schreibt Koczy.

Allerdings sollten einige Spielregeln beachtet werden. So sollte das Gespräch auf Augenhöhe und in gelöster Atmosphäre stattfinden. Wer die Emotionen mit sich durchgehen lässt, provoziert dagegen eher eine Abwehrhaltung. Etwaige Kritik sollte konstruktiv und konkret sein, ebenso wie Bewertungen. "Vergleiche mit anderen Beschäftigten sind tunlichst zu vermeiden", heißt es beim ifaa weiter.

Darüber hinaus empfiehlt die Expertin Vorgesetzten, das Gespräch mit Fragen zu lenken und in Gang zu halten. Gleichzeitig gilt für sie, sachlich zu argumentieren und selbst keine Pauschalantworten zu geben wie beispielsweise jene, dass man lediglich "Maßnahmen von oben" weitergebe. Vielmehr sollte der Vorgesetzte zum Ausdruck bringen, dass er seine Leistungserwartung mit der beobachteten Leistung vergleicht. Meinungsverschiedenheiten sollten durch sachliches Überzeugen geklärt werden.

Ein weiterer Tipp für Führungskräfte ist, zu versuchen, neben der Meinung auch die Beweggründe des Beschäftigten zu erkennen und zu berücksichtigen. Einwänden bloß mit Einwänden zu begegnen ist kontraproduktiv. Last but not least sollte das Gespräch einen positiven Abschluss finden. Geht der Mitarbeiter beleidigt oder frustriert aus der Tür, ist das Gegenteil von dem erreicht, was Ziel sein sollte: die Steigerung der Motivation.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.