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29.06.2020

Rückgang der Fachkräfte-Nachfrage verlangsamt sich

Eine leichte Entspannung, aber noch lange keine Entwarnung in Sicht: So könnte man den aktuellen Fachkräfte-Index Mai 2020 von dem Personaldienstleister Hays zusammenfassen. Die Nachfrage nach Spezialisten ist nach wie vor in nahezu allen Branchen rückläufig, wenngleich Digitalisierungsmaßnahmen und Prozessoptimierungen ein stärker werdendes Gegengewicht bilden.

Für die Analyse wurden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen und vom Business-Netzwerk Xing herangezogen. Demnach fiel die Nachfrage für Sales- und Marketingexperten seit Jahresbeginn um 49 Prozent, bei Finanzspezialisten stand ein Minus von 45 Prozent. "Im Bereich Handel haben sich die Angebote für hochqualifizierte Fachkräfte halbiert, im verarbeitenden Gewerbe und in der Personaldienstleistungsbranche gab es einen deutlichen Rückgang von jeweils 46 und 40 Prozent", heißt es bei Hays weiter.

Bei Ingenieuren, IT- und Life Sciences-Spezialisten fiel der Rückgang mit rund einem Drittel glimpflicher aus. Der öffentliche Dienst zeigt sich dagegen robust: Als einzige Branche schrieb er im Mai sogar schon wieder mehr Stellen als im April aus. Das Minus seit Jahresbeginn beträgt lediglich fünf Prozent.

Es mehren sich weitere positive Anzeichen. So hat sich der allgemeine Rückgang bei der Nachfrage nach Fachkräften abgeschwächt. Zudem habe sich die unsichere ökonomische Lage in puncto Rekrutierung zwar auf fast alle Branchen ausgewirkt - jedoch teils in geringerem Maße als zunächst erwartet. "Aufgrund der Zunahme an Digitalisierungsmaßnahmen und Prozessoptimierungen hoffen wir auf eine baldige Entspannung auf dem Arbeitsmarkt", sagt Dirk Hahn, Vorstandsvorsitzender von Hays.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.