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16.09.2020

Diversity wird in Unternehmen zunehmend zum Einstellungsfaktor

Dass diverse Teams effizienter als andere sind, hat sich bereits vielerorts herumgesprochen. Eine Studie des HR-Start-ups truffls zeigt nun, dass Marketing- und IT-Abteilungen besonders stark davon profitieren, wenn die Teams hinsichtlich Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund gemischt sind. Im Vertrieb ist die Skepsis gegenüber Vielfalt im Job dagegen vergleichsweise groß.

Für die Studie wurden deutschlandweit insgesamt 1.000 Menschen zu ihrer Sichtweise und ihren Erfahrungen mit Diversity in der Arbeitswelt befragt. 89 Prozent der Befragten aus Marketingabteilungen waren demnach der Überzeugung, dass vielfältig zusammengesetzte Teams innovativer sind als andere. 74 Prozent meinten, dass diese in der Regel zu besseren Resultaten finden. Jeweils mehr als 60 Prozent der Teilnehmer aus Marketing und IT waren zudem der Überzeugung, dass diverse Teams besser zusammenarbeiten können. In der Vertriebsbranche waren es nur 42 Prozent.

Es scheint darüber hinaus, dass jüngeren Mitarbeitern der Umgang mit unterschiedlichsten Menschentypen leichter fällt als älteren. Zumindest lagen die Zustimmungswerte zugunsten der vielfältigen Teams bei den 18- bis 29-Jährigen pro Erfolgskriterium zwischen sechs und zehn Prozentpunkte höher als bei der Allgemeinheit. Insofern sei Diversity auch ein Attraktivitätsmerkmal im Bewerbungsprozess: "Gerade und vor allem dann, wenn es darum geht, Nachwuchskräfte zu überzeugen", so Matthes Dohmeyer von truffls.

Das hat mittlerweile auch die Mehrzahl der Personalabteilungen verinnerlicht, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage: 67 Prozent der befragten HR-Verantwortlichen gaben an, dass sie bei der Besetzung von Teams auf diverse Zusammenstellungen achten. 61 Prozent schreiben ihnen eine bessere Zusammenarbeit und 55 Prozent eine bessere Arbeitsatmosphäre als anderen zu. Dass diverse Teams zu besseren Ergebnissen kommen als homogene Teams, haben 56 Prozent der befragten Personaler nach eigener Aussage bereits selbst erfahren.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.