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Top-Thema 01/2014

2014 - Neuerungen in der Sozialversicherung

Wegen der Bundestagswahlen und der lang andauernden Koalitionsverhandlungen treten zum Jahreswechsel 2013/2014 weniger neue Gesetze in Kraft als dies ansonsten oft der Fall ist. Gleichwohl müssen (nicht nur) im Sozialversicherungsrecht eine Reihe von Änderungen und Anpassungen berücksichtigt werden.

Beitragsnachweise

Die bisher gebräuchlichen Korrektur-Beitragsnachweise sind ab 2014 nicht mehr vorgesehen. Künftig werden Korrekturen im laufenden Beitragsnachweis berücksichtigt oder durch Stornierung und neue Abgabe übermittelt. Damit ist der Korrektur-Nachweis, der die Zuordnung zu einem bestimmten Beitragszeitraum ermöglichte, überflüssig geworden. Für 2014 gibt es allerdings eine Übergangsregelung, so dass es zunächst noch weiter möglich ist, einen Korrektur-Beitragsnachweis zu übermitteln.

Jahresmeldung

Bisher war die Jahresmeldung für Beschäftigungsverhältnisse, die über den Jahreswechsel hinaus bestanden haben, bis spätestens 15. April des Folgejahres abzugeben. Der Vorteil war, dass insbesondere Einmalzahlungen in Verbindung mit der Märzklausel ohne Korrekturen und mehrfache Übermittlung gemeldet werden konnten. Die Meldung für 2013 ist hingegen bereits bis zum 17.02.2014 abzugeben. Eigentlich wäre schon der 15. Februar 2014 Abgabetermin, da es sich dabei aber um einen Samstag handelt, wird die Abgabefrist um zwei Tage verlängert. Im Ergebnis werden damit deutlich häufiger Korrekturmeldungen bzw. Sondermeldungen für Einmalzahlungen notwendig werden.

Fälligkeit der Beiträge

Die Sozialversicherungsbeiträge müssen unverändert am drittletzten banküblichen Arbeitstag des Monats bei der Krankenkasse als Einzugsstelle eingegangen sein. Es ergibt sich folgender Terminplan:

Fälligkeitstage 2014:

Monat

Januar

Februar

März          

April             

Mai

Juni

Fälligkeit

29.

26.

27.

28.

27.

26.

 

Monat

Juli          

August        

September 

Oktober        

November 

Dezember    

Fälligkeit

29.

27.

26.

29. bzw. 28.*

26.

23.

* In Bundesländern, in denen der 31.10. ein gesetzliche Feiertag (Reformationstag) ist. Maßgebend ist der Sitz der Einzugsstelle.

Da der Beitragsnachweis spätestens zwei Arbeitstage vor der Fälligkeit bei der Krankenkasse vorliegen muss, ergeben sich hierfür folgende Abgabetermine:

Monat

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Fälligkeit

27.

24.

25.

24.

23.

24.

 

Monat

Juli          

August        

September 

Oktober        

November 

Dezember    

Fälligkeit

25.

25.

24.

27. bzw. 24.*

24.

19.

* In Bundesländern, in denen der 31.10. ein gesetzliche Feiertag (Reformationstag) ist. Maßgebend ist der Sitz der Einzugsstelle.

Beitragssätze

Die gesetzlich festgelegten Beitragssätze sind zum Jahreswechsel unverändert geblieben. Änderungen ergeben sich möglicherweise bei den Umlagesätzen zur Entgeltfortzahlungsversicherung U1 und U2, da diese von den einzelnen Krankenkassen individuell kalkuliert und erhoben werden.

Krankenversicherung  
allgemeiner Beitragssatz 15,5 v.H.
   
Arbeitnehmeranteil:  
ermäßigter Beitragssatz 14,9 v.H.
pauschaler Beitragssatz für geringfügig Beschäftigte 13,0 v.H.
   

Pflegeversicherung

 
allgemeiner Beitragssatz 2,05 v.H.
Beitragszuschlag für Kinderlose 0,25 v.H.
   
Rentenversicherung  
allgemeiner Beitragssatz 18,9 v.H.
Beitragssatz Knappschaft                                   25,1 v.H.
pauschaler Beitragssatz für geringfügig Beschäftigte 15,0 v.H.
   
Arbeitslosenversicherung 3,0 v.H.
   
Entgeltfortzahlungsversicherung  
U1 nach Satzung der
jeweiligen Kasse
U2
   
Insolvenzgeldumlage 0,15 v.H.

Grenzwerte

Angepasst an die allgemeine Lohnentwicklung wurden wie üblich eine Reihe von Grenzwerten:

Beitragsbemessungsgrenzen

 

Alte Bundesländer

Neue Bundesländer

 

monatlich

jährlich

monatlich

jährlich

Krankenversicherung / Pflegeversicherung

4.050 Euro

48.600 Euro

4.050 Euro

48.600 Euro

Rentenversicherung / Arbeitslosenversicherung

5.950 Euro

71.400 Euro

5.000 Euro

60.000 Euro

Knappschaftliche
Rentenversicherung

7.300 Euro

87.600 Euro

6.150 Euro

73.800 Euro

Weitere Grenzwerte

Krankenversicherungspflichtgrenze (jährlich)

 
allgemein 53.550 Euro
besondere Grenze[1]   48.600 Euro
   
Bezugsgröße  
West 2.765 Euro
Ost 2.345 Euro
   
geringfügige Beschäftigung 450 Euro
   
Gleitzone 450,01 Euro bis 850,00 Euro
   
Geringverdiener 325 Euro
   
 Sachbezüge  
Freie Verpflegung 229 Euro
Freie Unterkunft 221 Euro
Gesamt[2] 450 Euro

(Eine vollständige Übersicht über die 2014 geltenden "Werte der Sozialversicherung" finden angemeldete Leser im gleichnamigen Beitrag.)


[1] für Personen, die mit ihrem Entgelt die am 31.12.2003 geltende Versicherungspflichtgrenze überschritten hatten und privat krankenversichert waren.

[2] Für Jugendliche und Auszubildende gelten abweichende Beträge.