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05/2016

„Nein, danke!“ - Wenn Mitarbeiter Führungspositionen ablehnen

04/2016

Betriebliches Eingliederungsmanagement: BAG konkretisiert!

03/2016

Neue Chance für BGM

02/2016

Das Berufsbild des Controllers im Jahr 2016

01/2016

Neues im Steuerrecht 2016

06/2015

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist keine Frage der Größe

05/2015

Arbeitnehmer darf Anwalt nicht zu BEM-Gespräch mitnehmen

04/2015

Ferienjobs - so geht's richtig!

03/2015

Datenklau: Unternehmen unterschätzen Cyberangriffe

02/2015

Lohnsteuerrichtlinien 2015

01/2015

Die Folgen der Entscheidung zur Erbschaftsteuer

12/2014

Bundesverfassungsgericht kippt Erbschaftsteuer für Unternehmer

11/2014

Status der AfA-Tabellen des BMF - nur ein "Angebot"?!

10/2014

Die Betriebsprüfung der Sozialversicherung

09/2014

Kunden-Feedback aus dem Internet

08/2014

Damit Lehrstellen keine Leerstellen bleiben

07/2014

Ich bin dann mal off - müssen Mitarbeiter im Urlaub erreichbar sein?

06/2014

Die Typenbezeichnung als zwingende Angabe in der Werbung

05/2014

Die Kosten der Betriebsratswahl für den Arbeitgeber

04 / 2014

Die Selbstanzeige bei der Steuerhinterziehung

03 / 2014

Regeln für die Werbung mit Testergebnissen!

02 / 2014

SEPA: Umstellungsfrist verlängert bis 1.8.2014

01 / 2014

2014 - Neuerungen in der Sozialversicherung

12 / 2013

Rechtsformzusatz bei Ihrer Werbung nicht vergessen!

11 / 2013

SEPA: Enspurt oder alles im Plan?

10 / 2013

Wissen weitergeben: Fit für die nächste Generation?

9 / 2013

Hitze im Büro: Wann müssen Unternehmen handeln?

8 / 2013

Alkohol am Arbeitsplatz: Rechte, Pflichten und Konsequenzen

7 / 2013

Zum Sommer -  Die sieben größten Irrtümer bei Urlaub und Krankheit

6 / 2013

Entgeltbescheinigungsverordnung - neue Regeln für den Gehaltszettel

5 / 2013

Auch nach den Grippewellen: Rechtliche Vorgaben für Beschäftigte bei Arbeitsunfähigkeit

4 / 2013

Ausbildungsabbrüche: Was Arbeitgeber dagegen unternehmen können

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MicroBilG-Erleichterungen treten in Kraft

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BAG zählt Leiharbeiter in Kleinbetrieben für den Kündigungsschutz neuerdings mit zur Belegschaft

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Das ändert sich 2013

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Top-Thema 03/2016

Neue Chance für BGM

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) oder auch Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) gibt es schon lange. Vorzugsweise allerdings in den größeren und großen Unternehmen. Dort stehen Mitarbeiter zur Verfügung, die sich um die entsprechenden Elemente der Gesundheitsförderung kümmern können.

Zu einem Gesamtkonzept des BGM gehören insbesondere:

  • Gesundheitsschutz
  • Arbeitsschutz
  • Berufliches Eingliederungsmanagement
  • Personalmanagement
  • Verhaltensprävention
  • Verhältnisprävention

Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind von der Komplexität des BGM häufig überfordert. Neben den organisatorischen und personellen Problemen schrecken vor allem die Kosten ab.

Mehr Geld für Gesundheitsförderung und PRävention durch das neue Präventionsgesetz

Durch das neue Präventionsgesetz wird die Vorbeugung gesetzlich fixiert und die beteiligten Sozialversicherungsträger, insbesondere die Krankenkassen, verpflichtet, deutlich höhere Beträge als bisher für diesen Bereich auszugeben. Die Kranken- und Pflegekassen sind verpflichtet jährlich mehr als 500 Millionen EUR für Gesundheitsförderung und Prävention zu investieren.

Alle Beteiligten sollen im Rahmen einer nationalen Präventionskonferenz eine nationale Präventionsstrategie erarbeiten. Dabei stehen insbesondere Präventionsprogramme für Gemeinschaftseinrichtungen im Vordergrund. Neben Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen gehören auch die Unternehmen dazu.

Gefördert werden Gesundheitsmaßnahmen in bestimmten Handlungsfeldern. Dazu gehören:

1. Handlungsfeld Beratung zur gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung (verhältnispräventive Ausrichtung) mit den Präventionsprinzipien:

  • Gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeitstätigkeit und -bedingungen
  • Gesundheitsgerechte Führung
  • Gesundheitsförderliche Gestaltung betrieblicher Rahmenbedingungen (Bewegungsförderliche Umgebung, Gesundheitsgerechte Verpflegung im Arbeitsalltag, Verhältnisbezogene Suchtprävention im Betrieb)

2. Handlungsfeld Gesundheitsförderlicher Arbeits- und Lebensstil (verhaltenspräventive Ausrichtung) mit den Präventionsprinzipien:

  • Stressbewältigung und Ressourcenstärkung
  • Bewegungsförderliches Arbeiten und körperlich aktive Beschäftigte
  • Gesundheitsgerechte Ernährung im Arbeitsalltag
  • Verhaltensbezogene Suchtprävention im Betrieb

3. Handlungsfeld Überbetriebliche Vernetzung und Beratung mit dem Präventionsprinzip:

  • Verbreitung und Implementierung von BGF durch überbetriebliche Netzwerke

Für Maßnahmen, die in eines dieser Handlungsfelder fallen, gewähren die Krankenkassen Zuschüsse oder übernehmen sogar die vollen Kosten. Aufgrund der Verpflichtung der Krankenkassen zur Ausgabe entsprechender Mittel stehen dort auch mehr Kapazitäten zur Verfügung um eine größere Anzahl von Unternehmen im Bereich BGM zu beraten und zu unterstützen. Es lohnt sich also gerade für kleinere und mittlere Unternehmen, jetzt aktiv zu werden und über die Einführung eines BGM nachzudenken.

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